Töpfern

Das Arbeiten mit Ton ist schon immer ein sehr beliebtes und faszinierendes Hobby gewesen. In Zeiten rasanten Fortschritts und Entfremdung von der Natur sehnt man sich nach Tätigkeiten mit den eigenen Händen und natürlichen Materialien. Aus dem uralten Werkstoff Ton haben schon unsere Vorfahren vor ca. 10.000 Jahren Gefäße, Skultpuren usw. herstellt
Die ältesten keramischen Gegenstände stammen aus dem 11. bis 8. Jahrtausend v.C. Sie sind Bestandteil unserer Kulturentwicklung. In der frühesten Zeit begann man damit, dass man einen Tonklumpen mit den Fingern eindrückte. Es entstand eine primitive Schale. Später entwickelte sich die so genannte Aufbautechnik, die heute noch angewandt wird. Auf einen Gefäßboden werden gerollte Tonwürste aufgesetzt und miteinander verstrichen.

Die Drehscheibe kam schon Mitte des 4. Jahrtausends zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe war die Produktion von Geschirr möglich. Die Gießtontechnik wurde um 1790 erfunden und ist das ideale Verfahren für die Herstellung von Serienprodukten.

Alle Formen der keramischen Gestaltung sind bis heute erhalten geblieben. Die Techniken werden lebendig erhalten und weiterentwickelt.

Ton muss gebrannt werden. Erst in der Glut des Feuers entsteht aus dem gestaltbaren Ton der feste, praktisch ewig haltbare Stein. Da der Transport der getrockneten und ungebrannten Tonteile risikoreich ist, empfiehlt sich die Anschaffung eines Brennofens. Inzwischen gibt es sehr günstige Einsteigermodelle. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Temperaturen individuell einzustellen und damit zu experimentieren.

Für jede der genannten Techniken finden Sie in unserer Produktpalette den geeigneten Brennofen. Die maximale Brennhöhe des Ofens richtet sich danach, welche Glasuren Sie einsetzen wollen. Für die normalen Kunstglasuren mit einem Brennbereich von 1.040°C und 1.080°C reicht ein Brennofen mit einer maximalen Endtemperatur von 1.200°C aus. Als Einsteigermodell empfehlen wir unseren 2220 Hobby. Für den Brand von Steinzeugglasuren werden Temperaturen um 1.240°C benötigt. Hierfür eignen sich z. B. unsere Modelle 1230, 3250 und 3260 besonders. Selbstverständlich sind für diese Techniken auch die großvolumigeren Öfen einsetzbar.

Porzellanmalen

Porzellan, das weiße Gold, wurde zwischen dem 7. Und 9. Jahrhundert in China entwickelt. Erst im 13. Jahrhundert kam es nach Europa. Die Herstellung war so kompliziert, das es weitere 5 Jahrhunderte dauerte, bis man es selber herstellen konnte. Die wesentlichen Bestandteile des Porzellans sind Kaolin (weiße Tonerde), Feldspat und Quarz. Je höher der Kaolingehalt, desto härter das Porzellan.

Das richtige Rezept zur Herstellung von Porzellan wurde in Europa durch Zufall entdeckt. Gesucht wurde eigentlich nach einem Rohstoff, mit dem sich Gold herstellen ließ. Dabei stieß man auf Kaolin. Daraus ließ sich zwar kein Gold herstellen, aber es entstand ein porzellanähnliches Steinzeug, dessen Weiterentwicklung das erste weiße Hartporzellan Europas entstehen ließ.

Die darauf in Meißen gegründete Porzellanmanufaktur besteht noch heute und hat Weltruhm erlangt.

Viele „Hobby“-Porzellanmaler haben eine Perfektion entwickelt, welche mit Manufaktur Produkten konkurieren kann.

Aber auch für Einsteiger ist die Porzellanmalerei ein faszinierendes Hobby. Stellen Sie sich vor, Sie trinken beim Frühstück aus selbstbemalten Bechern und ihr Brötchen liegt auf einem selbstdekorierten Teller.

Einfache Motive können sogar von Kindern gemalt werden. Daraus ergeben sich kreative Möglichkeiten für Kindergeburtstage: Jedes Kind kann einen selbstgestalteten Becher mit nach Hause nehmen.

Um die Malerei mit Porzellanfarben haltbar zu machen, müssen diese eingebrannt werden. Dazu werden Temperaturen zwischen 800°C und 830°C benötigt. Als Einsteigermodell empfehlen wir unseren 2220 Hobby. Seine Innenmaße erlauben das Brennen großflächiger Gegenstände und vieler Geschirrteile wie Tassen, Becher usw.
Der bei Porzellanmalern beliebteste Ofen ist unser 1220: Tortenplatten, große Vasen brennen? Alles kein Problem.

Puppenmachen

Die Tradition des Porzellanpuppenmachens beginnt erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit entstand der Begriff der „Künstlerpuppe“. Sie sollte wie eine kleine Person, wie der Spielkamerad der Kinder aussehen. 1908 fand in einem Kaufhaus in Berlin eine Puppenausstellung statt, an der sich eine Puppenmacherin beteiligte, die noch heute weltberühmt ist: Käthe Kruse.

Die Nostalgiewelle in den 80er Jahren des gerade abgelaufenen Jahrhunderts bescherte ein neues Hobby: Das des Puppenmachens. Dieser Traum, die Puppe aus den vergangenen Kindertagen herzustellen, dank Formen, entwickelt aus alten Puppentypen, wurde plötzlich Wirklichkeit.

In der Künstlerpuppenbewegung wurden viele Frauen aktiv, die Puppen nach eigenen Vorstellungen modellieren und Geschöpfe entstehen lassen, in denen sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Jede aus Phantasie und Freude geschaffene Puppe übernimmt die Seele und den Ausdruck ihrer Erschafferin.

Für den Scharfbrand von Porzellan wird ein Brennofen, der bis 1.260°C brennt, benötigt. Für den Hobby-Puppenmacher empfehlen wir unseren Brennofen 1210 in dem auch schon größere Künstlerpuppen gebrannt werden können. Auch unsere größeren Modelle 1230, 3250 und 3260 sind geeignet. Wollen Sie Puppenkurse geben, so erwerben Sie mit unserem Modell 5320 einen geeigneten Brennofen.

Glassfusing und Glasmalerei

Unter Glasfusing versteht man das Zusammenschmelzen verschiedener Glasstücke. Diese Technik war schon den Ägyptern bekannt. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckten amerikanische Künstler diese alte Technik neu und entwickelten sie weiter. Später kam diese Technik auch nach Europa.

Im ersten Arbeitsschritt werden verschiedene Glasstücke nebeneinander und übereinander gelegt und im Brennofen miteinander verschmolzen. In einem zweiten Arbeitsschritt kann diese Glasplatte mit Hilfe von Trägerformen z.B. zu einer Glasschale umgeformt werden. Auch dieser Arbeitsschritt erfolgt im Brennofen.

Für das Umformungen und Verschmelzen werden unterschiedliche Temperaturen und mehrere Arbeitsschritte benötigt.

Glaseinbrennfarben haben eine alte Tradition. Manchmal findet man auf Flohmärkten noch kunstvoll bemalte Gläser.
Glas ist ein viel temperaturempfindlicherer Werkstoff als Keramik. Sein Schmelzpunkt liegt zwischen 700°C und 900°C. Glasmalfarben werden bei wesentlich niedrigeren Temperaturen eingebrannt. Der Brand ist aufgrund der niedrigen Temperaturen (je nach Farben ca. 550° bis 600°C) schnell und energiesparend. Beim Abkühlen muss man Geduld haben: Der Ofen darf erst geöffnet werden, wenn er völlig abgekühlt ist. Glas ist hitzeschockempfindlich.